Panantukan / Suntukan

Das Wort Suntukan stammt aus dem Tagalog (philippinische Sprache) und bedeutet schlicht weg „Schlägerei“. Panantukan kann man mit „dort, wo man schlägt“ übersetzen.
Mit beiden Begriffen wird keineswegs eine Kampfkunst beschrieben, sondern, im tatsächlichen Sinn der Wörter, nur eine Schlägerei.
Werner Lindt beschreibt in seinem Lexikon der Kampfkünste (1999, ISBN 3-328-00838-1), dass die Maharlika (Pendekar) Boxkampf ähnliche Fertigkeiten entwickelten, welche auch heute noch u.A. im Silat, Pencak Silat sowie im Eskrima/ Arnis/ Kali erlernt werden.
Basis des Panantukans ist das westliche Boxen. Über die Techniken des Boxens hinaus, fließen aus den o.g. Kampfkünsten (durch Weiterentwicklung, Personifizierung sowie auch aus anderen Systemen) Techniken ein, die den Rahmen einer sportlichen Auseinandersetzung sprengen und Panantukan zu einer sehr effektiven Selbstverteidigung machen.
Bekannt gemacht haben das Panantukan der grenzenlose Einsatz aller dem Verteidiger zur Verfügung stehenden Körperwaffen und die Spezifika des Panantukan, das Manipulieren der Motorik des Angreifers durch Körper-, Kopf- und Extremitäten-Manipulation, die einerseits den Kampfrhythmus des Aggressors stören - und andererseits Eingänge für eigene Techniken schaffen.
Über die Schläge und Stöße hinaus, wird mit Hebeln, Kontrolltechniken sowie Techniken aus dem Dumog (philippinisches Ringen),etc., gearbeitet.

System/Level

Das von GM Uwe Claussen unterrichtete Panantukan fußt weitestgehend auf dem Pangamot, welches er unter SGM Ciriaco Cacoy Canete sowie GGM Richard S. Bustillo und Anderen lernen durfte, angereichert durch motorische Erfahrungen, die er mit anderen Martial Arts machen konnte.
Die gelehrten Inhalte werden auf sechs Schüler-Level (Phasen) sowie auf drei Instruktoren Level verteilt.
Nach jedem Level erfolgt eine Prüfung/ Überprüfung.